DSC_0097DSC_0096DSC_0095DSC_0094

DSC_0093DSC_0092DSC_0091DSC_0090DSC_0089DSC_0088DSC_0087

DSC_0086DSC_0085DSC_0084DSC_0082DSC_0081

DSC_0080DSC_0078DSC_0077DSC_0076DSC_0075DSC_0072

DSC_0068DSC_0066DSC_0061DSC_0064DSC_0060

DSC_0059DSC_0058DSC_0057DSC_0056DSC_0054DSC_0053

DSC_0051DSC_0049DSC_0046DSC_0045DSC_0045

DSC_0043DSC_0038DSC_0032DSC_0030DSC_0029

DSC_0026DSC_0024DSC_0022DSC_0018

DSC_0016DSC_0015DSC_0013DSC_0011DSC_0008

DSC_0007DSC_0006DSC_0004DSC_0003

DSC_0002DSC_0001DSC_0105DSC_0104

DSC_0009DSC_0069DSC_0031

Jugendjahre und erster Erfolg | Bildgalerie | Deutsche Welle

DW-World.de – Deutsche Welle
Jugendjahre und erster Erfolg

Bertolt Brecht kommt am 10. Februar 1898 in Augsburg als Eugen Berthold Friedrich Brecht zur Welt. Erst als junger Dramatiker benennt er sich in Bertolt um. Nach seinem Abitur studiert Brecht zunächst in München Medizin, bricht sein Studium aber 1921 endgültig ab. Ein Jahr später erscheinen seine ersten Dramen “Baal” und “Trommeln in der Nacht”, für die er kurz darauf mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet wird. Das Bild zeigt ihn als 20-Jährigen im Jahr 1918.

1 / 12

Zur Übersicht

Strandlondon

Goethe-Institut Brechts Erbe

Klassiker mit Langzeitwirkung – Brechts “Erben” in Deutschland

Wer anfängt, nach Spuren Brechts in den Arbeiten zeitgenössischer Regisseure zu suchen, fürchtet zunächst, detektivische Fähigkeiten entwickeln zu müssen. Denn Brecht ist nicht mehr Bestandteil des Diskurses. Weder im Theater, wo sein wechselhaftes Werk zwar zum Kanon zählt, aber mit Ausnahme der Dreigroschenoper ziemlich selten gespielt wird, noch in der Wissenschaft, die den umfassend erfassten Dramatiker höchstens noch auf seine performativen Potenziale hin untersucht. Ganz zu schweigen von den Feuilletons.

Historie: Schauspieltheorien > Bertolt Brecht

Bertolt Brecht (1898-1956)

Im Gegensatz zu Stanislawskis Methode der Einfühlung steht Bertolt Brechts Technik der Verfremdung. Ende der 1930er entstand seine Schrift „Kurze Beschreibung einer neuen Technik der Schauspielkunst, die einen Verfremdungseffekt hervorbringt“. Zu dieser Zeit war Stanislawskis Methode in Deutschland bereits als Ideal der Schauspielkunst etabliert. Brechts Schrift grenzte sich von Stanislawskis Methode ab, nutzte jedoch deren Status als Standard. Die Art von Theater, die Brecht vorschwebte, war eine Verfremdung der gängigen Praxis.

Nach Brechts Ansicht sollte das Bühnengeschehen keine Illusion der Wirklichkeit herstellen. Vielmehr sollte es eine Demonstration von Umständen sein. Brecht forderte ein analytisches Theater, dass das Publikum nicht zum Einfühlen auffordert, sondern zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Um das Publikum in diese Haltung zu versetzen, müssten alle Elemente der Aufführung demonstrativ als Gegenstand der zu untersuchenden Situation sichtbar sein.

Der Schauspieler solle sich nicht mit seiner Rolle identifizieren und sich vollständig in sie verwandeln. Beim Spiel solle er sie ständig in Frage stellen. Die Figur auf der Bühne sollte als „leibhaftige[r] Widerspruch von Schauspieler und Rolle“ (1) fungieren.

Text 1

Die folgenden 11 Zitate aus verschiedenen dramentheoretischen Schriften Bertolt Brechts über die Theorie und Praxis des epischen Theaters gehören zu den für seine Dramen- und Theatertheorie wirkungsvollsten Aussagen.

Text 1:
“Das Wesentliche am epischen Theater ist vielleicht, dass es nicht so sehr an das Gefühl, sondern mehr an die Ratio des Zuschauers appelliert. Nicht miterleben soll der Zuschauer, sondern sich auseinandersetzen.”[1]

Text 2:
Im Gegensatz zum traditionellen Theater soll der Zuschauer im epischen Theater Brechts
“nicht mehr aus seiner Welt in die Welt der Kunst entführt, nicht mehr gekidnappt werden; im Gegenteil sollte er in seine reale Welt eingeführt werden, mit wachen Sinnen.”[2]