ensemble am bunsen

ImprovEverywhere update

Veröffentlicht in Darstellungsformen von ottoessig am 7. März, 2010

Konflikt Titania – Oberon

Veröffentlicht in Ein Sommernachtstraum von ottoessig am 9. Februar, 2010

Senfsamen:  Liebe Titania, lieber Oberon, ihr kennt mich ja aus vielen Proben, die wir gemeinsam durchgestanden haben,  und ich möchte versuchen, mit euch zusammen euren Konflikt zu bearbeiten und einer beiderseits akzeptablen Lösung zuzuführen. Man kann nicht immer damit rechnen, dass die heilenden Kräfte des Theaters schon alles richten werden, es gibt auch Situationen, da braucht man professionelle Hilfe  und die würde ich euch jetzt gerne angedeihen lassen oder zukommen lassen, wie man sagt. Also so viel ich bis jetzt weiß,  hat Titania, die ich hier der Kürze wegen ,T, nennen möchte, sich einen Knaben, K, zugelegt, oder als Schenkung erhalten, den Oberon, O, gerne ausgehändigt hätte, da er ihn T missgönnt und außerdem rasend eifersüchtig ist.

Dieser Konflikt hat Auswirkungen auf die gemeinsam zu verantwortende Natur, N, die dadurch die gleichen Symptome der inneren Zerrissenheit, IZ,  zeigt und im Begriff ist, eine unbekannte Zahl von  Menschen, Mn,  mit in den Strudel, S,  zu reißen. Das ganze ließe  sich  in einer Formel zusammenfassen, worauf ich allerdings in diesem der präzisen Analyse ohnehin nicht zugänglichen Rahmen verzichten möchte.

((T +  K     =    O- K  = N(IZ(+  Mn)   =    Ch ∞  ))

Wie können wir aus diesem scheinbar nicht aufzulösenden Konflikt (Schnak)  herausfinden?

Was wir brauchen ist eine Lösung (L), die sowohl T als auch O eine jeweils akzeptable Veränderung der augenblicklich nicht akzeptablen Situation (Zwichenruf eines Elfchens:  Javdanas)   bietet, danke,  eine Win – Win- Situation also. (für Franzosen vielleicht übersetzen lassen: situation gain – gain).

Titania: Sowas nennt man ein Unentschieden. Das kannst du gleich vergessen.

Senfsamen: Also das ist doch bodenlos, ja wenn Sie das gar nicht wollen, dann hat das auch keinen Sinn . Warum haben wir dann geprobt? Ich hab’s ja gleich gesagt:  Sie hätten von vorne herein zu mir kommen sollen, jetzt bin ich sozusagen  zu Ihnen gekommen, das war schon ein Fehler, damit ist ihnen mein Rat schon nichts mehr wert . Wissen Sie, ganz umsonst hätte ich das hier auch nicht gemacht, es gibt genug, die die Theater-AG schröpfen, da hätte ich dann auch keine Skrupel mehr gehabt.  Und dann vor den  vielen Leuten hier, da können Sie sich jetzt wohl keine Blöße geben. Jetzt steckt natürlich der Thespiskarren im Dreck.
Aber für diese Fälle habe ich hier auch etwas, eine einfache aber häufig angewandte Lösung, damit Sie wenigstens ihr Stück hier auf die Traditionelle herunterspielen können. Bitte sehr , aber passen Sie mir auf das Seil auf. (Gibt ihnen ein Tau)

Dann: Tauziehen  mit Elfchen und Dialog Titania – Oberon (mit chorischen Elementen).

Rollentausch

Veröffentlicht in darstellerische Mittel von ottoessig am 9. Februar, 2010

Für eine Woche Mann: Im Körper des Feindes – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – UniSPIEGEL

Für eine Woche Mann
Im Körper des Feindes

Kann Frau über Nacht Mann lernen? Gehen und stehen, schauen und reden wie ein Kerl? Frida Thurm will es wissen. Sie ändert Outfit und Haartracht, klebt sich einen Drei-Tage-Bart an und ist für eine Woche Karl, Indierocker und Biostudent. Die Geschichte eines erstaunlichen Experiments.

Ein bisschen männlicher wäre Karl gern. Verlegen streicht er sich den dunklen Pony aus dem Gesicht. Er ist ein schmächtiger Mann von 20 Jahren, trägt zu seinem Drei-Tage-Bart eine eckige Brille. Prüfend mustert er sich im großen Spiegel, balanciert auf den Außenkanten seiner Sneakers. Er findet sich gar nicht so übel.

Immerhin war er heute Morgen noch eine Frau.

Enjoying „A Midsummer Night’s Dream“ by William Shakespeare

Veröffentlicht in Ein Sommernachtstraum von ottoessig am 29. Januar, 2010

Enjoying „A Midsummer Night’s Dream“ by William Shakespeare

Plot and Characters

Don’t focus on story in „A Midsummer Night’s Dream“. The tale is simplicity itself. It’s about ideas and emotion rather than plot. Notice that the fairies’ magic takes place at night — how much is really a dream?

Theseus, Duke of Athens, is about to marry Hippolyta, a lady warrior who he conquered. Egeus brings his daughter Hermia to court. She and Lysander want to get married, but Egeus wants her to marry Demetrius, who also wants her. Under Athenian law, Hermia must marry the man of her father’s choice, choose „single blessedness“ (i.e., celibacy in a religious order), or be executed. Theseus says he will enforce this law and gives everyone a few days to decide. Demetrius has seduced and abandoned Helena, Hermia’s friend. Lysander and Hermia decide to elope and get married in the next town, beyond the reach of Athenian law. (Probably Theseus and everybody else expects them to do this anyway.) Hermia tells Helena, who tells Demetrius in order to ingratiate herself to him. Hermia and Lysander flee into the woods, Demetrius follows the lovers, and Helena follows him.

Warming up 15. Januar 2010

Veröffentlicht in Ein Sommernachtstraum von ottoessig am 16. Januar, 2010

Kurze Stichwortliste zur Weiterentwicklung unseres Inszenierungskonzepts

Veröffentlicht in Ein Sommernachtstraum von ottoessig am 14. Januar, 2010

Alle in schwarzer Kleidung

Die Figuren entwickeln sich aus der „Masse“ der Darsteller heraus.

z.B. findet der Kampf in schwarzer Kleidung statt/Theseus und Hippolyta entwickeln sich nach dem Kampf, indem sie ein Kleidungsstück anziehen (z.B. aus Kleidersäcken, die auf der Bühne stehen (oder Seesäcke etc) oder im hinteren Bereich der Bühne) / dann erst sprechen sie (evtl. während des Anziehens)

Sollte Theseus und Hippolyta auf der Bühne, vielleicht während sie sich anziehen bzw. sprechen geschmint werden? (Politiker vor dem Fernsehauftritt, immerhin geht es um die Hochzeit des Fürsten und seine gerade erlegte Ehefrau wird vorgestellt). Das könnte man auch jedes Mal machen, wenn Theseus und Hippolyta auftreten.

Auch Egeus, die Jugendlichen etc. einschließlich der Handwerker entwickeln sich aus der „Masse“.

(Darüber steht natürlich auch noch die Frage, wie die Figuren gestaltet sind. Wie gehen sie? Welche anderen mimischen, gestischen Eigenarten, Gewohnheiten etc. haben sie?
z.B. ist Theseus ein grauer Bürokrat oder ein Held? Ein Macho oder eher anders verklemmt?
Das gilt für alle Figuren. Wie unterscheiden sich die Handwerker? Kaut einer Nägel oder isst einer andauernd? Wer kratzt sich wo? Etc.

Man könnte durch Kleiderwechsel auch wunderschöne Phasen einbauen, die musikalisch genutzt werden könnten. Z.B. könnten die Handwerker nach ihrem Auftritt ihr Kostüm wieder ausziehen, d.h sie wären dann wieder einfach schwarz.

Mindestens die Elfen, aber vielleicht auch andere Figuren schminken ihre Gesichter weiß und zwar mit Schwarzlichtschminke.

Die Elfen sollten möglichst aufgeblasene Haare haben oder auch kunstvoll geflochtene Zöpfchen über den ganzen Kopf.

Lukas hatte die wunderbare Idee, die Puck-Szene, in der die beiden Jugendlichen (Männer) einander jagen, mit Fernbedienung zu steuern. Man könnte auch eine Fernbedienung nehmen, mit der man Autos fahren lassen kann. Oder wir machen es abstrakt mit Gestik. Das ist sowieso eine schwierige, vielleicht sogar, wenn keine zündende Idee vorliegt, überflüssige Szene.

In dieser wie in den anderen Verfolgungsszenen muss der „Wald“ sich bewegen. Falls wir uns für Kleidersäcke entscheiden, müssen die herumgetragen werden. Dabei spielt der Rhythmus eine große Rolle. Z.B. müssen die „Elfenbäume“ mit anderer Geschwindigkeit gehen als die Jugendlichen. Möglicherweise auch Rhythmuswechsel.
Unbedingt muss aber auch in einer Szene der „geheimnisvolle“ Charakter betont werden, z.B. mit Glöckchen

Einen der Kleidersäcke könnte man etwas hochziehen, so dass er als Boxsack genutzt werden könnte. Kandidaten für den Boxsack sind Titania, Oberon, evtl. Egeus (auch zwei Boxsäcke), dann könnten sich Titania und Oberon vor ihrem Auftritt warm machen.

Ferngesteuert (Puck)

Veröffentlicht in Ein Sommernachtstraum von ottoessig am 13. Januar, 2010

A Midsummernight’s Dream (text)

Veröffentlicht in Ein Sommernachtstraum von ottoessig am 30. November, 2009

As we want to speak parts of the text in the original version in English, here is the English text.

A Midsummer Night’s Dream | Text Index

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Urlaubsfahrt

Veröffentlicht in Darstellungsformen von ottoessig am 17. Oktober, 2009

Adolf Halbey, Urlaubsfahrt

koffer koffer kindertragen
flaschen taschen puppenwagen
papa mama koffer kinder
autokarte notlichtblinker
frühgeweckt gefrühstückt raus
winke winke schlüssel haus
autobahnen autoschlange
kinderplappern mama bange

schlange kriechen sonne heiß
stinken staub benzin und schweiß
stockung hunger mama brote
papa skatspiel radio: tote

schlafen schimpfen hupen schwitzen
weiterfahren weitersitzen
müde mitternacht hotel pension
dreißigtausend warten schon

Urlaubsfahrt

Urlaubsfahrt

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Once more Improveverywhere

Veröffentlicht in Darstellungsformen von ottoessig am 12. Oktober, 2009