Ein Sommernachtstraum, fangen wir doch mit einem Bild an
How romantic, isn’t it?
Warum haben die alle Flügel?
Mit einem Bild anzufangen ist viel einfacher als mit einem Wort. Wir sind gerade in der Phase des Textstrichs, da kann jedes Wort zuviel sein, oder es könnte einem im Munde herumgedreht werden. Den Text Wort für Wort zu übernehmen ist nicht sinnvoll, soviel wissen wir schon, ihn überall wörtlich zu nehmen ist möglicherweise auch problematisch.
Wenn ich jetzt anfange, den Text zu streichen, dann muss ich mir jedes Wort genau ansehen, ideal wäre eigentlich, dass ich mir den englischen Text auch ansehe, denn vieles ist in der deutschen Übersetzung, da man eben nicht Wort für Wort übersetzen kann, ganz anders als im englischen Text.
Vieles deutet wieder auf einen Prozess hin. Wir werden streichen, aber nicht genug. Dann werden wir beim Spielen erkennen, dass zu viele Wörter das Spiel hemmen. Wir werden sie weglassen oder durch Subtext ersetzen, aber nur dort, wo Shakespeare heute nicht mehr verstanden wird. Es ist sicher, dass das Publikum heute bildhafte Sprache nur bedingt versteht und schon gar nicht schätzt. Dennoch müssen wir ihm Bilder zumuten. Wir müssen sie aber sprachlich herausmeiseln und so in den Raum stellen, dass man sie regelrecht sieht. Das trifft auch auf die sehr subtile Gefühlsstruktur des Stückes zu, genauso wie auf die Doppelbödigkeiten, mit denen uns Shakespeare in die Irre führen will.
Netter kurzer Überblick über Brechts Leben und Werk
Jugendjahre und erster Erfolg | Bildgalerie | Deutsche Welle
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Jugendjahre und erster ErfolgBertolt Brecht kommt am 10. Februar 1898 in Augsburg als Eugen Berthold Friedrich Brecht zur Welt. Erst als junger Dramatiker benennt er sich in Bertolt um. Nach seinem Abitur studiert Brecht zunächst in München Medizin, bricht sein Studium aber 1921 endgültig ab. Ein Jahr später erscheinen seine ersten Dramen „Baal“ und „Trommeln in der Nacht“, für die er kurz darauf mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet wird. Das Bild zeigt ihn als 20-Jährigen im Jahr 1918.
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Brechts Wirkung auf das heutige Theater
Klassiker mit Langzeitwirkung – Brechts „Erben“ in DeutschlandWer anfängt, nach Spuren Brechts in den Arbeiten zeitgenössischer Regisseure zu suchen, fürchtet zunächst, detektivische Fähigkeiten entwickeln zu müssen. Denn Brecht ist nicht mehr Bestandteil des Diskurses. Weder im Theater, wo sein wechselhaftes Werk zwar zum Kanon zählt, aber mit Ausnahme der Dreigroschenoper ziemlich selten gespielt wird, noch in der Wissenschaft, die den umfassend erfassten Dramatiker höchstens noch auf seine performativen Potenziale hin untersucht. Ganz zu schweigen von den Feuilletons.
Interessante Seite mit vielen Infos rund ums Theater
Historie: Schauspieltheorien > Bertolt Brecht
Bertolt Brecht (1898-1956)Im Gegensatz zu Stanislawskis Methode der Einfühlung steht Bertolt Brechts Technik der Verfremdung. Ende der 1930er entstand seine Schrift „Kurze Beschreibung einer neuen Technik der Schauspielkunst, die einen Verfremdungseffekt hervorbringt“. Zu dieser Zeit war Stanislawskis Methode in Deutschland bereits als Ideal der Schauspielkunst etabliert. Brechts Schrift grenzte sich von Stanislawskis Methode ab, nutzte jedoch deren Status als Standard. Die Art von Theater, die Brecht vorschwebte, war eine Verfremdung der gängigen Praxis.
Nach Brechts Ansicht sollte das Bühnengeschehen keine Illusion der Wirklichkeit herstellen. Vielmehr sollte es eine Demonstration von Umständen sein. Brecht forderte ein analytisches Theater, dass das Publikum nicht zum Einfühlen auffordert, sondern zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Um das Publikum in diese Haltung zu versetzen, müssten alle Elemente der Aufführung demonstrativ als Gegenstand der zu untersuchenden Situation sichtbar sein.
Der Schauspieler solle sich nicht mit seiner Rolle identifizieren und sich vollständig in sie verwandeln. Beim Spiel solle er sie ständig in Frage stellen. Die Figur auf der Bühne sollte als „leibhaftige[r] Widerspruch von Schauspieler und Rolle“ (1) fungieren.
Theorie und Praxis des epischen Theaters
Die folgenden 11 Zitate aus verschiedenen dramentheoretischen Schriften Bertolt Brechts über die Theorie und Praxis des epischen Theaters gehören zu den für seine Dramen- und Theatertheorie wirkungsvollsten Aussagen.
Text 1:
„Das Wesentliche am epischen Theater ist vielleicht, dass es nicht so sehr an das Gefühl, sondern mehr an die Ratio des Zuschauers appelliert. Nicht miterleben soll der Zuschauer, sondern sich auseinandersetzen.“[1]Text 2:
Im Gegensatz zum traditionellen Theater soll der Zuschauer im epischen Theater Brechts
„nicht mehr aus seiner Welt in die Welt der Kunst entführt, nicht mehr gekidnappt werden; im Gegenteil sollte er in seine reale Welt eingeführt werden, mit wachen Sinnen.“[2]














































































































































































































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